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Schenkungen anlässlich des 50. Todestages von Gertrud
Jakstein |
Medienecho |
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Aus Anlass des Todestages der Potsdamer Kunstpädagogin und Künstlerin
Gertrud Jakstein (geb. in 1879 – 1960 in Potsdam gest.) am 5.7.2010,
erhält das Potsdam Museum zwei Schenkungen, vermittelt vom
Förderverein
des Potsdam Museums e .V. und vom Potsdamer Kunstverein e. V.
Vermittelt vom Förderverein des Potsdam Museums e.V.
überreicht der
pensionierte Kunstpädagoge Jürgen Barber aus Frankfurt/Oder aus seinem
Besitz eine Kiste mit einem Teilnachlass von Gertrud Jakstein, bestehend
aus Handzeichnungen, einem Skizzenbuch, Fotos, Aufzeichnungen und der
Korrespondenz zwischen Gertrud und Werner Jakstein (1876 – 1961) sowie
einer erlesenen Auswahl von über zweihundert Kinderzeichnungen aus den
Jahren 1909-1948 von Potsdamer Kindern und Jugendlichen.
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Darunter sind Bettina geb. Kiepenheuer,
verh. Hürlimann (1909-1983), Claire Kann (Lebensdaten unbekannt),
Elisabeth geb. Schuke, verh. Heubner (1905 – 2004) und Kurt Schifner
(22.11.1909 – 12.10.1984), die von Gertrud Jakstein unterrichtet worden
sind.
Den Inhalt der Kiste erhielt Jürgen Barber Ende der 70er Jahre von der
Textilgestalterin Dora Kärgel (1915-2002). Er stellte 1979 einen Teil der
Kinderzeichnungen in der Galerie »Junge Kunst«, Frankfurt/Oder aus,
publizierte darüber und betrachtete den ihm anvertrauten Kisteninhalt als
Grundstock für ein Archiv der Kinderzeichnungen. Ende der 80er Jahre
stellte er die Archivalien der Erfurter Kunstpädagogin Dr. Birgit Dettke
(1963-2002) zur Verfügung, die 1990 ihre Diplomarbeit über Gertrud
Jakstein schrieb und auch in ihrer Dissertation (1999) die Bedeutung der
kunstpädagogischen Arbeit von Gertrud Jakstein herausstellte. Angeregt von
Jürgen Barber und von dem Kisteninhalt begann Dr. Birgit Dettke 1990 ein
Archiv der Kinderzeichnungen aufzubauen, das seit dem Jahr 2000 vom Bund
Deutscher Kunsterzieher Thüringen e.V. in Erfurt betreut wird. Die
Schenkung, die nun in den Bestand des Potsdam Museum eingeht, ergänzt den
vermutlich Ende der 70er Jahre von Erika und Wilhelm Zimmermann aus
Elsholz erhaltenen 1. Teilnachlass von Gertrud Jakstein. Er verhilft zu
einer differenzierteren wissenschaftlichen Erschließung und Bewertung
ihres Lebens sowie ihres Werks und kann der kunstpädagogischen Arbeit des
Potsdam Museum wichtige Impulse verleihen.
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Der Potsdamer Kunstverein schenkt dem Potsdam Museum ein kürzlich von der
Berliner Galerie Barthelmess & Wischnewski erworbenes Selbstporträt von
Gertrud Jakstein aus dem Jahr 1908. Es handelt sich um eines der wenigen
erhaltenen Bilder aus ihrem Frühwerk. Es zeigt den damals starken
bildästhetischen Einfluss von Käthe Kollwitz (1867-1945), von der Gertrud
Jakstein ihre ersten künstlerischen Unterweisungen erhielt, zeigt den
damals starken bildästhetischen Einfluss von Käthe Kollwitz (1867-1945),
von der Gertrud Jakstein ihre ersten künstlerischen Unterweisungen erhielt.
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Das »Selbstbildnis« (Tuschzeichnung mit
Deckweißhöhung auf Tonpapier, 1908. Rechts unten mit Bleistift betitelt
sowie signiert und datiert. 31,8 cm x 23,7 cm) wurde für die Ausstellung
»Max Beckmann seiner Liebsten« in der Stiftung Moritzburg, Halle (2005)
und in der Alten Nationalgalerie Berlin (2006) als Leihgabe der Galerie
Barthelmess & Wischnewski zur Verfügung gestellt (Kat.-Nr. 76). Die
Erwerbung des Bildes wurde von Suse Globisch-Ahlgrimm und Dr. Regine
Schindler, der Tochter von Bettina Hürlimann, mit namhaften Spenden
unterstützt.
Sowohl die Schenkung als auch die Erwerbung des Bildes für das Potsdam
Museum regte der Kunstwissenschaftler Thomas Kumlehn an, der als Mitglied
des Kuratoriums im Förderverein des Potsdam Museums e.V. und als
Vorstandsmitglied des Potsdamer Kunstvereins ehrenamtlich tätig ist.
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Für größere Darstellung bitte auf die Abbildungen klicken: |
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Gertrud Jakstein, Selbstporträt,
1957
Handzeichnung |

Gertrud Jakstein,
Selbstbildnis, 1908
Tuschzeichnung mit Deckweißhöhung |
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Liesel Schuke, o.T. [Potsdamansicht], um 1920
Tusche und Blei |

Grabstein von Gertrud Jakstein
auf dem Friedhof in Sacrow, Foto: Thomas Kumlehn
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Biografie Gertrud (Tutti) Jakstein
geboren am 27.4.1879 in Potsdam
gestorben am 5.7.1960 in Potsdam
Vater, Wilhelm Jakstein, geboren am 18.9.1845 und gestorben am 21.5.1919 in Potsdam,
Jurist, tätig in der Potsdamer Stadtverwaltung, als Stadtrat zuständig für
das Armen- und Waisen- amt.
Die Mutter, Clara Jakstein (geb. Hahn), geboren am
3.10.1846 in Sacrow, Malerin, gestorben 14.1.1917 in Potsdam. Eine Schwester,
Dora (geboren 23.7.1880 in Potsdam, gestorben 12.5.1956 in Potsdam) war als
Volksschullehrerin in Potsdam tätig. Ein Bruder, Werner (geboren am 26.02.1876
in Potsdam, gestorben am 08.05.1961 in Hamburg), hat als Magistratsbaurat
in Hamburg gelebt und ist seit 1961
Ehrenmitglied der Freien Akademie der Künste, Hamburg. |
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Gertrud Jakstein 1948
Foto Suse Ahlgrimm |
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Werdegang: Private Mädchenschule in Potsdam bis 1897. 1901 - erste
künstlerische Unterweisungen im Atelier von Käthe Kollwitz (1867-1945) in
der Berliner Künstlerinnen-
schule. 1902
Studium an der Großherzoglichen Kunstschule in Weimar (1 Semester) bei
Hans Olde (1855-1917). Freundschaft mit Minna Tube (1881-1964), Mili Plump
(1879-1947), Eve Sprick (1880-1970), Max Beckmann (1884-1950). 1902-1905
Studium an der Akademie in Königsberg bei Heinrich Wolff (1886-1934) und
Ludwig Dettmann (1865-1944), Begegnung und Freundschaft mit Auguste
Papendieck (1873-1950) und Oda Hardt-Rösler (1880-1965). 1905 Abschluss
mit dem Lehrerinnenexamen. Seit 1909 bis 1949 war sie als Kunstpädagogin
im Schulgebäude der Potsdamer Dortustraße 28/29 am Kanal tätig. (Bis 1946
war diese Schule Oberlyzeum, eine »Studienanstalt für Mädchen mit einem
einjährigen Lehrerinnen-
seminar«. 1946 – 1957 als Oberschule 8 war sie eine
»Demokratische Einheitsschule für die Klassenstufen 1 -12«.) 1910 Besuch
der Handels- und Gewerbeschule, Potsdam. Im selben Jahr Abschluss als
Nadelarbeitslehrerin. 1945 - 1949 Ausbilderin von Neulehrern, wie z.B.
Wilhelm Zimmermann (1914-1996) und Betreuung von Referendaren, wie z.B.
Suse Ahlgrimm (*1920). 1948 Aufnahme als Künstlerin in den Schutzverband
bildender Künstler. 1949 Entlassung aus dem Schuldienst. 1949 bis 1952
Referentin für Kunsterziehung im Deutschen Pädagogischen Zentralinstitut,
Zweigstelle Potsdam. Gertrud Jakstein war stark von der Reformpädagogik
von Philipp Franck (1860-1944) geprägt, die sie praktisch und theoretisch
weiter entwickelte. Bis zu ihrem Tode plante sie eine Veröffentlichung
dieser Erkenntnisse, zu der es aber leider nicht gekommen ist. Als
Künstlerin betätigte sie sich hauptsächlich als Landschaftsmalerin und
Zeichnerin und fand regionale Anerkennung. Sie suchte daneben nach einer
Vervollkommnung der innerhalb des Studiums in Königsberg erworbenen
soliden kunsthandwerklichen Fähigkeiten auf den Gebieten der Buchkunst und
der Töpferei. Ihr hauptsächlicher Wohnsitz befand sich in der Potsdamer
Breiten Straße 27 (zeitweise Wilhelm-Külz-Str. 27). Kurz vor ihrem Tod
lebte sie in der Pension »Am Jägertor«. Gertrud Jakstein wurde auf dem
Sacrower Friedhof beigesetzt. Ihr Grabstein befindet sich auf der
Grabstelle ihrer Eltern (Block B, Reihe 1, Nr. 5/6).
Ein Teilnachlass von Gertrud Jakstein befindet sich auf Grund einer
vermutlich Ende der 70er Jahre erfolgten Schenkung von Erika und Wilhelm
Zimmermann aus Elsholz bei Beelitz im Potsdam Museum. |
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Suse Globisch-Ahlgrimm begeht am 8. Juni 2010 ihren 90. Geburtstag |
Die Kunstpädagogin und Künstlerin ist Ehrenmitglied des Potsdamer
Kunstvereins.
Sie übergab 2005 dem Potsdamer Kunstverein den Großteil des künstlerischen
Nachlass' von Hubert Globisch (1914-2004), der seither systematisch
erschlossen wird. Die erste umfassende Monographie des Kunstpädagogen und
Künstlers konnte auf dieser Grundlage herausgegeben werden. »Vom Lauf der
Flüsse« erschien 2007 im Neisse Verlag, Dresden und begleitete 2007/2008
eine Wanderausstellung durch Polen und Deuschland.
Im Auftrag des Potsdamer Kunstvereins erschließt der Kunstwissenschaftler
Thomas Kumlehn seit 2005 das kunstpädagogische und künstlerische
Lebenswerk von Suse Globisch-Ahlgrimm. In dieser Zeit hat er vier
Ausstellungen (Potsdam, Gottsdorf und Müncheberg) mit Bildern von Suse
Globisch-Ahlgrimm kuratiert.
Der Vorstand gratuliert der Jubilarin und verbindet dies mit den besten
Wünschen für ihre Gesundheit und Lebenskraft.
Biografie l
Medienecho l
Ausstellungsvorhaben »Mein Alphabet« |
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Biografie
Am 8. Juni 1920 in Neubrandenburg geboren. Vater Volksschullehrer (1886 –
1973, Mutter Hausfrau (1889 – 1968). Aufgewachsen hauptsächlich in Kiel,
aber auch zeitweise in Pillau und Wiesbaden.
1939 Abitur in Kiel, anschließend Kriegsdienste als Telefonistin und im
Reichsarbeitsdienst in Nordhack-
stedt (dänisch: Nørre Haksted).
1940 Umzug nach Berlin. 1940 – 1944 Studium an der Staatlichen Hochschule
für Kunsterziehung in Berlin, bei Willi Maillard (1879 – 1945) und Willy
Jaeckel (1888 – 1944) sowie Kunstgeschichte bei Werner Richard Deusch
(1903 – ?). Daneben und danach Straßenbahnschaffnerin und
DRK-Hilfs-schwester in Berlin und Potsdam. 1943 Umzug nach
Potsdam-Babelsberg. 1945 – 1957 im Schulgebäude der Potsdamer Dortustraße
28/29 am Kanal tätig.*
1945 - 1947 Referendariat bei Gertrud Jakstein
(1879 – 1960) und danach ebendort Kunstpädago-
gin.
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Suse
Globisch-Ahlgrimm 2008
Foto: Thomas Kumlehn |
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Fritz
Erpel wird Ehrenmitglied des Potsdamer Kunstvereins |
Fritz Erpel begeht am 17. Juli 2009 seinen 80. Geburtstag. Der
Kunstbuchautor und Herausgeber ist Ehrenmitglied des Potsdamer
Kunstvereins. Der Vorstand gratuliert
dem Jubilar und verbindet dies mit den besten Wünschen für seine
Gesundheit und
Lebenskraft.
Lebensstationen l
Bibliographie l
Würdigung von Dr. Liane Burkhardt und Thomas
Kumlehn |
1929
geboren am 17. Juli in Potsdam
Vater: Walter Erpel (1900 - 1942) Sparkassenangestellter
Mutter: Martha Erpel (1897 - 1977)
Sekretärin
1934
Geburt seiner Schwester Marie Luise
1936 - 1940
II. Gemeindeschule, Kurfürstenstraße
1940 - 1949
1. Städtische Oberschule für Jungen, Am Kanal
1942
Tod des Vaters an der Ostfront
1945 - 1949
Humboldt-Schule mehr

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Fritz Erpel in seinem
Arbeitszimmer, 2009
Foto: Thomas Kumlehn |
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Thomas Kumlehn: erstes Stipendium am
Kleist-Museum
Das Kleist-Museum Frankfurt (Oder) hat erstmals ein Stipendium ausgelobt.
Bis April 2010 erforscht und begutachtet der Potsdamer
Kunstwissenschaftler Thomas Kumlehn, 2. Vorsitzender des Potsdamer
Kunstvereins und Mitglied im Kuratoriums des Fördervereins
Potsdam-Museum, die Kunstsammlung der Einrichtung. |

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Ein wissenschaftlicher
Bestandskatalog soll erarbeitet und eine Konferenz »Kleist in der
bildenden Kunst« organisiert werden.
Das Stipendium wird durch Unterstützung der 1961 gegründeten Dr.
Meyer-Struckmann-Stiftung möglich und vorerst für drei Jahre - bis 2011 -
vergeben. Kumlehn sollen andere Stipendiaten folgen. |
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